DAS BERUFSBILD DES SCHREINERS / DER SCHREINERIN

 
Raum Schreiner 3

Bis zum Jahre 800 führten die Zimmerer alle Holzarbeiten aus. Vom Schreiner berichten Urkunden erst im 9. Jahrhundert. Schreiner und Zimmerer teilten sich die anfallende Arbeit folgendermaßen auf: Der Zimmermann stellte alles Ortsgebundene, der Schreiner alles Bewegliche her.

Schreiner stellen – meist in Einzel- oder Kleinfertigung – Produkte aus Holz, Holzwerkstoffen und Kunststoffen her, wie z. B. Schränke, Regale, Kommoden oder Tische. Sie fertigen und montieren Messe-, Laden-, Büro- und Gaststätteneinrichtungen, also Einbauschränke, Raumteiler, Wand- und Deckenverkleidungen. Auf Baustellen setzen sie Fenster, Treppen und Türen ein. Oft handelt es sich dabei um Einzelanfertigungen im Kundenauftrag nach eigenen oder vorgegebenen Entwürfen. Neben dem Holz werden auch Spanplatten, Kunststoffe, Metall und Glas verarbeitet. Von den zu fertigenden Teilen werden zunächst Zeichnungen erstellt, die entsprechenden Hölzer ausgesucht, Platten auf die gewünschten Maße zugeschnitten, Oberflächen bearbeitet.

Nach drei Jahren Ausbildung zeigt ein Schreinerlehrling in Form eines Gesellenstückes, was er gelernt hat.

Die Lehrzeit

Erstes Lehrjahr - BGJ (Berufsgrundschuljahr):

Die / Der Auszubildende ist während des ganzen Jahres bei uns in der Schule und lernt hier die praktischen und theoretischen Grundkenntnisse seines Berufes kennen.

Im ersten Ausbildungsjahr wird ein betriebliches Praktikum von vier Wochen absolviert. Davon finden drei Wochen während der Schulzeit und eine Woche in den Ferien statt.

Das Praktikum machen die Auszubildenden in einer Schreinerei ihrer Wahl

Ausbildungsvergütung: keine

Zweites Lehrjahr:

Die / Der Auszubildende kommt vierzehntägig für zwei Tage in die Berufsschule und verbringt die restliche Zeit im Betrieb.

Zwei, je eine Woche dauernde, überbetriebliche Maschinenkurse in Memmingen ergänzen die Ausbildung im 2. Lehrjahr.

Drittes Lehrjahr:

Die / Der Auszubildende kommt vierzehntägig für zwei Tage in die Berufsschule und verbringt die restliche Zeit im Betrieb.

Ein einwöchiger überbetrieblicher Oberflächenkurs in Memmingen ergänzt die Ausbildung im dritten Lehrjahr.

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